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Mittwoch, 4. Januar 2017

Wo ist die Friedensbewegung? Offener Brief an Navid Kermani

Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Freundinnen und Freunde,

anbei erhalten Sie zum Jahresbeginn meinen offenen Brief an den deutsch-iranischen Schriftsteller Navid Kermani. Er hatte am 24.12.2016 in einem Deutschlandfunk-Interview die Friedensbewegung anlässlich des Kriegseinsatzes von Russland und Iran kritisiert, zu Unrecht wie ich meine. Navid Kermani ist mittlerweile in Deutschland eine moralische Instanz, dessen Wort daher auch großes Gewicht beigemessen wird. Deshalb ist es m. E. unerlässlich, dass seine Kritik an der Friedensbewegung eine kritische Bewertung erfährt...

Mit den besten Wünschen für das Jahr 2017 und
herzliche Grüsse

Mohssen Massarrat

Dienstag, 15. November 2016

Weißbuch der Bundeswehr 2016 - eine Neuorientierung?



Otmar Steinbicker klärt auf:
(auf Einladung der Friedensbewegung-SH (ZAA)

Samstag, 19. Nov. 2016
14:30 Uhr
Carlstraße 7 - DGB-Haus 
Neumünster



Im Februar 2015 kündigte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen die Herausgabe eines neuen Weißbuches der Bundeswehr für 2016 und erstmalig eine breite gesellschaftliche Debatte im Vorfeld an. Seit Juli liegt das fertige Werk vor - ohne eine solche Debatte.

Innerhalb der Friedensbewegung hat das neue Weißbuch 2016 unterschiedliche, ja fast gegensätzliche Einschätzungen gefunden. Viele sehen darin ein Dokument massiver Aufrüstung und neuer Kriege (womöglich gar mit Russland), andere halten es eher für einen PR-Gag, also Großtuerei ohne ernsthafte Konsequenzen. Wer hat da Recht? Die einen oder die anderen? Beide oder womöglich keiner von beiden?

Otmar Steinbicker ist Herausgeber des Aachener Friedensmagazins. mehr:

Freitag, 1. April 2016

Friedensbewegung: Ignoriert oder verspottet - Uwe Krüger

Zu langweilig, zu klein oder zu kritisch -
warum die Friedensbewegung in deutschen Medien so schlecht wegkommt

(Uwe Krüger 01.04.2015)

Es gab Zeiten, da wurde in den Leitmedien viel über die Friedensbewegung berichtet. Das ist lange vorbei. Das heutige Desinteresse ist viel weniger Konsequenz ihrer Schwäche als der Stärke von Eliten.

Die Ostermärsche stehen vor der Tür und schon jetzt ist klar, dass in kaum einem Medienbericht ein längerer Absatz dazu fehlen wird, dass sich heute weit weniger Menschen als in den 1980er Jahren daran beteiligen. Welche Anliegen und Argumente die Demonstranten haben, das taucht außerhalb von linken Alternativmedien allenfalls in ein paar Sätzen auf. Von FAZ bis taz ist man sich einig:

Die Friedensbewegung sei selber schuld, dass sie kaum wahrgenommen wird. Zu langweilig und überaltert sei sie, und überhaupt vermisse man gute Vorschläge zur Lösung der Konflikte.

Friedensbewegung, ignoriert oder verspottet